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GetDent

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

für die Nutzung der GetDent Software

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen

GetDent Gesellschaft für Onlineanwendungen mbH

Düsterhauptstr. 41, 13469 Berlin

Geschäftsführer: Nicola Willi Maisto

(nachfolgend "Anbieter")

und dem Kunden (nachfolgend "Nutzer") über die Nutzung der Software "GetDent" als Software-as-a-Service (SaaS).

(2) Diese AGB richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Die Software ist nicht für Verbraucher bestimmt.

(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Nutzers werden nur Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich zustimmt.

§ 2 Vertragsgegenstand

(1) Der Anbieter stellt dem Nutzer eine webbasierte Software zur Verwaltung von Dentallaboren und Zahnarztpraxen zur Verfügung. Dies umfasst:

  • Auftragsverwaltung und -verfolgung
  • Abrechnungsmodul mit BEL II und BEB-Unterstützung
  • Kommunikation zwischen Labor und Praxis
  • 3Shape und DS Core Integration
  • Terminplanung und Kapazitätsmanagement

(2) Der Leistungsumfang richtet sich nach dem gewählten Tarif des Nutzers.

(3) Die Software wird als "Beta-Version" bereitgestellt. Der Anbieter ist berechtigt, Funktionen zu ändern, hinzuzufügen oder zu entfernen, sofern die vertraglich geschuldeten Kernfunktionen des gewählten Tarifs erhalten bleiben und der Nutzer über wesentliche Änderungen mit angemessener Frist informiert wird.

§ 3 Registrierung und Vertragsschluss

(1) Die Nutzung der Software setzt eine Registrierung voraus. Der Nutzer versichert, dass alle angegebenen Daten vollständig und richtig sind.

(2) Mit der erfolgreichen Registrierung kommt ein Nutzungsvertrag zustande.

(3) Ein Anspruch auf Abschluss eines Nutzungsvertrages besteht nicht. Der Anbieter kann Registrierungen ohne Angabe von Gründen ablehnen.

§ 4 Pflichten des Nutzers

(1) Der Nutzer ist verpflichtet:

  • Seine Zugangsdaten geheim zu halten und vor unbefugtem Zugriff zu schützen
  • Die Software nur für den bestimmungsgemäßen Zweck zu nutzen
  • Keine rechtswidrigen Inhalte zu speichern oder zu übermitteln
  • Die geltenden Datenschutzbestimmungen einzuhalten
  • Für die Einhaltung berufsrechtlicher Vorgaben zu sorgen

(2) Bei Verdacht auf Missbrauch seiner Zugangsdaten hat der Nutzer den Anbieter unverzüglich zu informieren.

(3) Der Nutzer ist für alle Aktivitäten verantwortlich, die unter seinem Benutzerkonto erfolgen.

§ 5 Kostenlose Testphase (Trial)

(1) Der Anbieter bietet eine kostenlose Testphase von 7 Tagen an ("Demo"). Während der Testphase stehen alle Premium-Funktionen zur Verfügung.

(2) Die Testphase endet automatisch nach Ablauf von 7 Tagen. Es erfolgt keine automatische Umwandlung in ein kostenpflichtiges Abonnement und keine automatische Abbuchung. Der Zugang wird nach Ablauf gesperrt, bis ein kostenpflichtiges Paket gewählt wird.

(3) Pro Nutzer-/Laborkonto kann die kostenlose Testphase nur einmal in Anspruch genommen werden.

(4) Während der Testphase gelten diese AGB entsprechend. Der Anbieter haftet während der Testphase nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

(5) Vom Nutzer eingegebene Daten bleiben nach Ablauf der Testphase erhalten und stehen nach Buchung eines Pakets wieder zur Verfügung.

§ 6 Preise und Zahlungsbedingungen

(1) Die aktuell gültigen Preise ergeben sich aus der Preisübersicht auf der Website des Anbieters. Alle Preise verstehen sich als Nettopreise zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer (derzeit 19%).

(2) Die Abrechnung erfolgt je nach gewähltem Abrechnungszeitraum monatlich oder jährlich im Voraus. Bei jährlicher Zahlung wird ein Rabatt gewährt, dessen Höhe sich aus der aktuellen Preisübersicht ergibt.

(3) Die Zahlung erfolgt per Kreditkarte (Visa, Mastercard) oder SEPA-Lastschrift über den Zahlungsdienstleister Stripe. Der Nutzer ermächtigt den Anbieter bzw. Stripe zum Einzug der fälligen Beträge.

(4) Rechnungen werden elektronisch bereitgestellt und sind sofort fällig. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Regelungen (§§ 286 ff. BGB).

(5) Der Anbieter ist berechtigt, die Preise mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 4 Wochen zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums anzupassen. Der Nutzer hat das Recht, bei einer Preiserhöhung das Abonnement zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Erhöhung zu kündigen.

(6) Zusatzmodule können separat gebucht werden. Die Preise der Zusatzmodule ergeben sich aus der aktuellen Preisübersicht.

§ 7 Verfügbarkeit und Service Level

(1) Der Anbieter strebt eine Verfügbarkeit der Software von 99,5% im Jahresmittel an (gemessen an der Erreichbarkeit des Webservers, exklusive geplanter Wartungsfenster). Eine Verfügbarkeit von 100% ist technisch nicht realisierbar.

(2) Geplante Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit mindestens 48 Stunden im Voraus angekündigt und außerhalb der üblichen Geschäftszeiten (Mo-Fr, 8:00-18:00 Uhr MEZ) durchgeführt.

(3) Bei Störungen wird der Anbieter die Software schnellstmöglich wiederherstellen. Ein Anspruch auf Schadensersatz wegen Nichtverfügbarkeit besteht nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.

(4) Support-Anfragen können per E-Mail an info@getdent.de oder über das integrierte Ticketsystem gesendet werden. Die Reaktionszeit beträgt in der Regel 1-2 Werktage.

§ 8 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

(1) Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG).

(2) Einzelheiten zur Datenverarbeitung ergeben sich aus der Datenschutzerklärung.

(3) Soweit der Nutzer über die Software personenbezogene Daten verarbeitet, bleibt er Verantwortlicher im Sinne der DSGVO. Der Anbieter wird als Auftragsverarbeiter tätig.

(4) Der Anbieter stellt dem Nutzer einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO zur Verfügung. Dieser kann digital in der Anwendung unter Einstellungen → Rechtliches → AVV eingesehen und akzeptiert werden. Alternativ ist der AVV auch per E-Mail an datenschutz@getdent.de erhältlich.

§ 8a KI-gestützte Funktionen und Haftung

(1) Die Software bietet optionale KI-gestützte Funktionen (u.a. Auftragsassistent, Abrechnungsvorschau, E-Mail-Assistent, Bildanalyse, Dokumentenerkennung), bei denen Daten zur Verarbeitung an externe Auftragsverarbeiter (derzeit: Google Cloud / Gemini API, Verarbeitung in EU-Rechenzentren) übermittelt werden. Es besteht ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO mit dem KI-Anbieter.

(2) Belehrung: Der Nutzer wird hiermit ausdrücklich darüber belehrt, dass bei Nutzung der KI-Funktionen Daten an externe Dritte übermittelt werden. Der Nutzer nimmt diese Belehrung zur Kenntnis und bestätigt dies bei erstmaliger Aktivierung jeder KI-Funktion durch eine explizite Einwilligung in der Benutzeroberfläche.

(3) Verbot der Übermittlung unzulässiger Daten: Es ist dem Nutzer untersagt, Patientendaten in Bild- oder Dokumentenform an KI-Funktionen zu übermitteln, sofern dies nicht für den konkreten Verarbeitungszweck (z.B. Auftragszettel-OCR) ausdrücklich vorgesehen und freigegeben ist. Insbesondere dürfen keine Befundberichte, Arztbriefe, Krankenakten, Röntgenbilder mit Patientenbezug oder sonstige besondere Kategorien personenbezogener Daten (Art. 9 DSGVO) an KI-Funktionen übermittelt werden.

(4) Alleinige Verantwortung des Nutzers: Der Nutzer trägt die alleinige Verantwortung für sämtliche Inhalte, die er an KI-Dienste übermittelt. Der Nutzer stellt sicher, dass alle Mitarbeiter, die KI-Funktionen nutzen, über die Datenschutzvorgaben informiert und belehrt sind.

(5) Haftungsausschluss: Der Anbieter haftet nicht für Datenschutzverstöße, die durch vom Nutzer hochgeladene oder eingegebene Inhalte entstehen. Verstößt der Nutzer gegen die Vorgaben aus Absatz 3 und entstehen daraus Schäden, Bußgelder oder Schadensersatzansprüche Dritter (insb. gem. Art. 82 DSGVO), so stellt der Nutzer den Anbieter von sämtlichen Ansprüchen frei.

(6) Keine Garantie für KI-Ergebnisse: KI-generierte Vorschläge und Analysen sind unverbindlich. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Eignung der KI-Ergebnisse. Der Nutzer ist verpflichtet, alle KI-generierten Inhalte (insb. Abrechnungsvorschläge) vor Verwendung eigenverantwortlich zu prüfen.

(7) Der Anbieter stellt technische Schutzmaßnahmen bereit (automatische Anonymisierung personenbezogener Daten, Eingabefilter), haftet jedoch nicht für deren Umgehung durch den Nutzer.

§ 9 Geistiges Eigentum

(1) Alle Rechte an der Software, einschließlich Urheberrechte, Marken und Patente, verbleiben beim Anbieter.

(2) Der Nutzer erhält ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht für die Dauer des Vertragsverhältnisses.

(3) Das Dekompilieren, Disassemblieren oder Reverse Engineering der Software ist untersagt.

§ 10 Haftungsbeschränkung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.

(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf, insbesondere die Bereitstellung und Verfügbarkeit der Software sowie die sichere Verwahrung der Nutzerdaten. Die Haftung ist in diesen Fällen auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

(3) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.

(4) Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die durch fehlerhafte Eingaben des Nutzers oder durch die Nutzung nicht autorisierter Drittanbieter-Software entstehen.

§ 11 Vertragslaufzeit und Kündigung

(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann von beiden Seiten mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende gekündigt werden.

(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

(3) Nach Vertragsende stellt der Anbieter die Daten des Nutzers für 30 Tage zum Export zur Verfügung (CSV/JSON-Format). Nach Ablauf dieser Frist und der gesetzlichen Aufbewahrungsfristen werden die Daten unwiderruflich gelöscht. Der Nutzer wird rechtzeitig auf die Exportmöglichkeit hingewiesen.

§ 12 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Gerichtsstand ist – soweit gesetzlich zulässig – Berlin.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

(4) Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen zu ändern. Änderungen werden dem Nutzer per E-Mail mitgeteilt. Die geänderten AGB gelten als angenommen, wenn der Nutzer den Dienst nach Wirksamwerden der Änderung weiterhin aktiv nutzt. Der Nutzer hat das Recht, bei Nichteinverständnis mit den Änderungen den Vertrag zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens zu kündigen. Auf dieses Recht wird in der Änderungsmitteilung hingewiesen.

(5) Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Textform (E-Mail genügt).

§ 13 Hinweis zum Widerrufsrecht

Die Software richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Ein Widerrufsrecht nach §§ 312g, 355 BGB besteht daher nicht.

Der Nutzer bestätigt bei Vertragsschluss, dass er als Unternehmer handelt.

Stand: März 2026